Professionell wirken
können wir später noch.

Dann kam jemand auf die Idee, ein Märchen daraus zu machen.
Seitdem haben Erwartungen plötzlich Hauptrollen, Regeln ihren eigenen Kopf, Meetings ein Drehbuch und Unternehmenswerte ihren ganz großen Auftritt.
Manches klingt nach Märchen, anderes nach Montagmorgen. Der Unterschied ist oft nur die Beleuchtung, unter der wir uns leise fragen: „Wann ist das alles normal geworden?“
Vorhang auf.

Lächeln nach Hausordnung.
Im Bewerbungsgespräch sollen wir authentisch sein und selbstverständlich gut ins Team passen. Später wünschen wir uns Eigenverantwortung, möchten bei wichtigen Entscheidungen aber lieber vorher gefragt werden. Wir sprechen von offener Kommunikation, Flexibilität, Fehlerkultur und Professionalität – und erstaunlicherweise nicken meistens alle, als wäre vollkommen klar, was damit gemeint ist.
Nur manchmal bleibt man an so einem Wort hängen.
Zum Beispiel an “professionell“.
Denn wer hat eigentlich irgendwann verbindlich festgelegt, wie man professionell spricht, auftritt, widerspricht oder – ganz heikles Gelände – lacht?
„Professionell wirken können wir später noch“ nimmt genau diese kleinen Selbstverständlichkeiten der Arbeitswelt mit auf die Bühne und schaut ein bisschen genauer hin.
Das Format passt für Jahresauftakte, Kick-offs, Führungskräfteveranstaltungen, Mitarbeitenden-Events, HR- und People-Culture-Formate, Konferenzen sowie Programme rund um Kultur, Zusammenarbeit, Veränderung oder die Zukunft der Arbeit.
Der Zufall hat einen Mitarbeiterausweis.
Natürlich ist das alles erfunden.
Ein bisschen übertrieben, manches herrlich absurd und selbstverständlich weit genug weg vom echten Berufsleben.
Meistens jedenfalls.
Man darf also lachen, sich wundern, kurz „Ach, geh bitte“ denken und danach das Buch wieder zuklappen.
War ja bloß ein Märchen.
Oder?






