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stalking

Ich habe jetzt beschlossen mich mal total professionell und vollkommen erwachsen zu benehmen und habe begonnen meine Strom- und Gasstände laufend zu überprüfen.  Warum? In mir drängt sich das dringende Gefühl, dass da was nicht stimmen kann. Aber fangen wir von vorne an: Zu Beginn habe ich etwas gemacht, was ich überhaupt noch nie probiert habe – ich habe mit Nachbar gesprochen. Jetzt nicht lachen, aber als gebürtige Wienerin ist das nicht so Usus. Da gehört es normalerweise eher zum guten Ton selbigen so gut es irgend geht zu ignorieren. Und an diese Rituale habe ich mich gehalten. Und ich muss zugeben, bisher war das auch eine gute Entscheidung. Aber man glaubt ja gar nicht, was man alles erfährt, was einem alles an Informationen entgeht, wenn man hier mal die Türe öffnet, sprichwörtlich. Und ich muss gestehen, ich bin begeistert.

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no refunds.

Es gibt viele Menschen, die fest daran glauben, dass wir unseren Weg, unsere Lernkurven und unsere Herausforderungen selbst bestimmen, selbst wählen, bevor wir geboren werden. Wir schreiben also selbst unsere Biografie, noch bevor wir überhaupt in diese Welt eintreten. Wie klingt das für Euch? Das gibt der Meinung, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben, nochmals eine ganz neue Bedeutung, oder? Für mich entstehen in diesem – vorweg mal hypothetischen – Ansatz viele Fragen. Da wäre zum Beispiel: „Welchen Titel hätte Euer Buch?“ „Wie würde das Cover aussehen?“ „Wäre es eher eine Kurzgeschichte oder eher so wie die Buddenbrooks ewig lange?“ „Wäre es ein Drama, eine Satire oder etwa eine Liebesgeschichte?“ „Womit würden sich die einzelnen Kapitel beschäftigen?“ „Wer wäre(n) Eure Hauptfigur(en)?“ „Hätte Euer Buch ein gutes oder ein trauriges Ende oder würde es gar offenbleiben?“

Aber da ist mehr zu klären, zumindest für mich. Ich denke, man muss schon verdammt mutig sein, sich selbst vorweg für viele Stolpersteine zu entscheiden. Sich selbst mal einfach so viel Leid, viel Trauma und Trauer aufzuerlegen, weil man einfach der Meinung ist, dass man selbst so am besten lernt. Wir würden also auch festlegen, welche Menschen wir treffen oder wiedertreffen, keine Ahnung. Welche Menschen uns prägen sollen, damit wir unseren Weg finden. Aber auch, wen wir verletzen, wen wir lieben und wem wir nicht begegnen. Krass, oder? Jede kleine und große Begegnung wäre im Voraus bereits gut durchdacht und von langer Hand geplant, zu unserem Besten. Puh!

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the right shoes

Wenn wir Frauen klein sind, erleben wir bereits in den diversen Märchen, dass Schuhe sichtlich eine ganz besondere Bedeutung in unserem Leben haben. Egal ob es Cinderella ist, die ihren wertvollen Glasschuh verliert, dadurch aber ihren Prinzen (wieder-)findet. Ein super besonderer Schuh, der nur ihr passt, um den sich aber sichtlich alle Frauen im Königreich streiten. Mal so nebenher, wenn man die damaligen Hygienezustände betrachtet, finde ich es mehr als mutig, dass so viele Frauen, den Schuh sooo gerne anprobiert haben. Fußpilz war da sicherlich noch die netteste Option. Persönlich finde ich es ja schon ein großes Zeichen von Liebe, mit so einem Stinkeschuh durchs Königreich zu reisen und gleichen von dramatisch vielen Frauen, die ihre Füße entblößen müssen, um selbigen zu probieren. Bäm, ihr Männer da draußen!

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decisions

Es ist so eine Sache mit Entscheidungen, oder? Da gibt es die, die sofort und ohne zu zögern ein klares „Nein“ in uns auslösen und es fällt uns superleicht, weil wir eben tief in uns wissen und/oder spüren, dass es einfach nicht das richtige für uns ist. Und dann gibt es diese Art von Entscheidungen, bei denen wir ebenso klar und laut in uns das „Ja“ wahrnehmen. Wir wissen zweifelsfrei, das ist es, da fühle ich mich wohl, das ist für mich bestimmt und ja, das ist meines. Aber was ist mir all den Grauzonen, den Zwischenräumen, den undefinierten und unaussprechlichen „Vielleicht“ oder „Naja´s“? Bleiben die für immer in uns „stecken“, in einem Warteraum für alles, was wir noch nicht oder gar nicht behandeln wollen? Liegt das für immer auf einer Art gedanklichem Müllhaufen in uns? Da wo ich von Anfang an, ein komisches Gefühl in der Magengegend war, da blieb das auch oder hat sich bestätigt. Seltenst hat sich das Blatt dann noch zum Positiven gedreht. Eventuell aber auch, weil ich nicht mehr offen war für ein anderes Ergebnis?

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Hairy Mary

Wir müssen reden! Es gibt so Dinge am älter werden, über die niemand spricht und worüber man sichtlich auch nicht aufgeklärt wird, was ich beides nicht korrekt finde. Man muss doch wissen, was da so auf einen zukommt. Andauernd wird ausschließlich über die offensichtlichen Dinge wie zum Beispiel „Falten“ gesprochen. Auch wenn ich mittlerweile schlechter sehe, dass sehe ich auch selbst, ist ja auch nicht zu übersehen. Und dann gibt’s da noch so Spezialeffekte wie zum Beispiel die Tatsache, dass ich, so ich Nächtens pipi muss – was übrigens sehr häufig vorkommt – ich mir vorkomme, wie ne steife Breze, die versucht aus der Bäckerei zu laufen. Betonung auf „versucht“. Da ich stur bin und bei den derzeitigen Strompreisen, schlage ich mich im Dunkeln zum „stillen Örtchen“ durch. Also nicht ich, sondern vielmehr meine kleine Zehe. Ich bezeichne sie liebevoll als mein „Nachtsonargerät“. Und „still“ ist es auch weniger, weil andauern irgendwo anlaufe und schreie bis ich es auf den eiskalten Deckel schaffe.

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„look“

Heute mal wieder aus einer meiner persönlichen Lieblingsrubriken: „verbale Entgleisungen“. Meine absolute Liiiiiieeeeblingszauberbox aus dem Reich der Kommunikation. Diesmal, und das macht es so besonders …. lustig, aus einem meiner Telefonate. Genauer gesagt, ich habe mit einem Bediensteten (ich hoffe das sagt man so 😉) einer Zertifizierungskommission in einer österreichischen Behörde telefoniert. Ja, ich weiß es gibt Vorurteile gegenüber Beamten, allerdings a) muss das ja nicht auf alle zutreffen und b) ist das nur die Fahrstuhlmusik, also die Rahmenbeleuchtung in meiner Geschichte. Los geht’s!

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change

Wenn wir auf Menschen (wieder-) treffen, die wir länger nicht gesehen haben, kommt das Thema „Veränderung“ oder „(Weiter-) entwicklung immer wieder zur Sprache. Wir betonen dann besonders Dinge, Situationen und Menschen, die uns verändert haben, neu geprägt haben. Vielleicht sagen wir sogar, dass wir: „gar nicht mehr die Person sind, die wir einst waren!“ Doch, stimmt das? Verändern wir uns wirklich im Laufe der Zeit? Entwickeln wir uns tatsächlich weiter? Oder bleiben wir für immer nur verletzte Kinder im Körper von Erwachsenen gefangen? Verlassen wir mit unserem Verhalten je die Sandkiste, oder bleiben wir zwischen dem Burgenbauen und dem Wasserkanal graben am Spielplatz stecken? Können Menschen sich tatsächlich verändern? Und wenn ja, was ist dazu nötig? Was braucht es, um sich zu verändern?

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the shortest match

Wie wir ja schon aus meinen Geschichten wissen, beobachte ich sehr gerne. Man muss sich das so vorstellen: Da sitze ich und beantworte super ordnungsgemäß die weniger wichtigen und total langweilig gestellten Fragen hoch professionell. Und dahinter (also in mir drinnen) sitzen folgende Teilnehmende: a) mein 3-jähriges inneres Kind, dass immer, wirklich immer irgendeinen „Doofsinn“ im Köpfchen hat und b) mein viel älteres Ich, dass permanent reflektiert, Daten erhebt und kommunkations- und verhaltenstechnisch auf der Lauer liegt. Da sitzen wir nun gemeinsam und haben Spaß, meistens zumindest.

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overmanagement

Was hat es auf sich mit diesen „Rudelvorstellungsgesprächen“? Diese „Rekruiting-Einsatz-Gruppen“? Oder nennen wir sie: „Meeting-Herden.“ Also diese Termine, wo nicht mehr 4 Augen und 4 Ohren genügen, sondern sich die Anzahl der Teilnehmenden proportional zum Jobangebot steigert? Ich verstehe es nicht, gar nicht. Ist das so ne Geschichte, wo man dem Verantwortlichen, oder natürlich wie immer, der Verantwortlichen, nicht traut? Wozu bitte treffen Menschen überhaupt eine Personalentscheidung, die nach positiver Besetzung nicht mal etwas mit dem Menschlein zu tun haben? Traut sich niemand, die Entscheidung allein zu treffen, so in Richtung: „Wenn ich mit meiner Entscheidung untergehe, dann auch du!“? Vertraut man dem eigenen Bauchgefühl, der eigenen Wahrnehmung nicht genug, dass man andere Meinungen braucht? Oder sehe ich das ganz falsch und ist die Teilnahme an diesen Gesprächen gar ein Test für die Mitarbeiter_innen, welche bereits im Unternehmen tätig sind?

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