Skip to content

Posts

the (holy shit) spirit of past Christmas

Weihnachten – ich denke, diese neuralgischen Festtage haben nicht nur das Potenzial für viel Liebe und Freude, sondern auch für Konflikte. Sie bieten auch die Möglichkeit, dass sich alte, längst vergangene Geister wieder blicken lassen. Vielleicht liegt es daran, dass wir sentimentaler gestimmt sind, oder an Mythen, die besagen, dass wir von uns selbst definierte „unerledigte Dinge“ noch schnell erledigen sollen – wer weiß das schon. Was ich aber weiß, ist, dass ich nichts damit zu tun haben möchte.

Comments closed

decision victim

Warum fällt es uns oft so schwer, Entscheidungen zu treffen? Vielleicht ja, weil manche von uns getroffenen Entscheidungen eben – gleich und/oder im Nachhinein – eher Gänsehaut bieten, aber nicht auf die gute Art und Weise. Da sind die kleinen, ob wir nun lieber Pilze oder Spinat auf der Pizza haben wollen, oder doch lieber die volle Dröhnung an vier Käsesorten? Und überhaupt, warum immer diese unaufhörliche Qual der Wahl? Warum geht nicht beides? Warum kann ich mir nicht die Pilze, den Spinat und die vier Käsesorten in den Mund schieben und danach einfach das drückende Gefühl genießen?

Comments closed

straight ahead was closed.

Ich muss ehrlich sagen, mir gefällt die Vision immer noch, dass Dinge in unserem Leben wie im Märchen passieren sollten. Die Vorstellung, dass quasi aus dem Nichts eine kleine Fee vor mir steht und mir die Erfüllung meiner drei größten Wünsche gewährt, das wäre schon etwas. Wie gesagt, einfach mal so. Dürfte auch gerne nur 1 Wunsch sein. Ich wäre auch „sauber“ mit der Idee, durch ein Tor zu gehen und mit Gold „bestäubt“ zu werden. Die Idee mit den gläsernen Pumps finde ich grenzwertig, aber gut, was tut man nicht alles 😉. Es ist die Magie im Herzen, mit der wir uns bereits als Kinder wünschen, dass der Weihnachtsmann (ja, ich weiß schon, ewig umstrittenes Thema: Weihnachtsmann oder Christkind. Bei mir 1.000% der Weihnachtsmann. Fullstop.) unseren Brief nicht nur erhalten hat, sondern sich auch mal daran hält, was da draufsteht.

Für mich geht es nicht um den Erhalt von Geschenken. Nicht missverstehen: Geschenke sind super, aber für mich liegt der Zauber darin, belohnt zu werden für die Reise, das Lernen, die Entwicklung, die Extrameilen auf unserem Weg, die Blasen beim Tragen der Glaspumps. Und lesen wir in die alten Geschichten hinein, dann ist es zumeist davor herausfordernd, anstrengend, unfair, ja teils scheint es sogar ausweglos. Aber dann – puff – sprüht der Regenbogen und wir finden unseren Goldtopf.

Comments closed

does it always have to be challenging?

Es gibt diesen Song von Barry White „Just the way you are“, in dem er singt: „I don’t want clever conversation. Don’t want to work that hard“, der mir die letzten Tage nicht aus dem Kopf geht. Entgegen dem gibt es hartnäckige Kopfhämmer wie „Was nichts kostet, ist nichts wert!“. Oder: „Dort, wo es unangenehm ist, passiert Entwicklung.“ Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wer beides gesagt hat. Aber ist das tatsächlich so? Muss es herausfordernd, teuer, unfassbar intelligent, professionell und „schwer“ sein, damit wir es zu schätzen wissen? Braucht es den “Kick für den Knicks”? Die Herausforderung, damit wir dankbar sind?

Comments closed

what Hesse, a telephone booth and Pippi have in common.

Es gibt da ne super lehrreiche Geschichte aus meinem Leben. Dummerweise ist sie eher für die Generation, die noch Telefonzellen erlebt hat. Also ein älterer Jahrgang. Die, die ich meine, ordnen sich zeitlich irgendwo zwischen der ersten E-Mail, die versendet wurde, und der Erfindung des Internets ein. Also alles weit nach den Dinosauriern, puh, ich bin doch noch nicht so alt. Naja, vielleicht doch. In jedem Fall waren das die Telefonzellen, die noch ne Tür hatten, also nicht diese „Klapphanseln“, wo der Po immer zwischen den Flügeltüren eingezwickt wurde. Je nachdem, wo sie stand und wann sie zuletzt gereinigt wurde, stank es immer ganz übel drin. Klar, was da drinnen „abgestellt“ wurde, blieb auch erstmal drinnen. Außen herum stand in Großbuchstaben: Zerstört sie nicht, sie können Leben retten.

Und die kleine Claudia nahm das wörtlich. Mein Kopfsalat bestätigte: „Hey super, wenn es also rundum brennt, da kann ich mich reinstellen und bin sicher.“ Dass es da vielmehr um die Möglichkeit ging, einen Notruf abzusetzen, ja, daran, ne, daran dachte ich gar nicht. Über Jahre hinweg war ne Telefonzelle meine persönliche Safe-Zone, mein Leo, mein: „Hihi – ihr könnt mir gar nichts“. War ich überrascht, als mir mal jemand gesteckt hat, worum es wirklich geht. Oh Boy, dachte der wahrscheinlich: „Oweia, ist die dumm!“

Comments closed

exactly that way

Ganz oft, wenn es um Wünsche geht, die wir erträumen, fließt sofort einher der Gedanke der Manifestation. Wobei, je nachdem, welcher Ansatz, welcher „Lehrmeister“, welche Region und welcher Zugang, geht es wahlweise um Wünsche, Visionen, Ideen und/oder Ziele. Worin sie sich gleichen, ist, diese zu visualisieren und damit ins Leben, hoffentlich in die Gegenwart oder zumindest in die nahe Zukunft zu ziehen. Was das „Gezogene“ sein soll, obliegt unserem Kopfsalat: Geld (sogar wie viel Geld), Jobs, die (eine oder eine weitere) Liebe, Haus, Garten, nette Nachbarn, schlank sein, whatever. Wichtig scheint ausschließlich die Form der Visualisierung, also so genau wie irgend möglich, sich die Dinge vorzustellen. Andere meinen, es geht nicht allein um das bunte Kopfkino, sondern auch um das gedankliche „Vorgaukeln“. Also ich soll so tun, als wäre ich schon reich (zum Beispiel).

Comments closed

lettuce in marriage brokering

Allgemein meint man, dass „gleich und gleich“ sich gerne gesellen würde. Also, dass Menschen, die sich in vielen Dingen ähnlich sind, gerne gemeinsam sind, zumal sogar heiraten. Also so dieses „bis an dein Lebensende-Ding“. Andere behaupten, dass „Unterschiede sich anziehen“. Das wäre dann wohl dieses „Ying/Yang – Knödelchen“. Womit sie meinen, dass wir jeweils die Eigenschaften am anderen feiern, die wir selbst nicht ausreichend bei der Verteilung „abgestaubt“ haben. Ich überlege immer noch, in welche Richtung es mich mehr zieht.

Comments closed

when silence screams, it’s time

Es gibt zwei Augenblicke, die ich im Leben besonders wertvoll finde bzw. in denen ich mich geehrt fühle, sie begleiten zu dürfen. Dann, wenn alles beginnt, also bei der Geburt eines Lebewesens. Und dann, wenn es still wird, also wenn eine Seele (wenn man daran glauben möchte) uns verlässt. Das mag für viele eigenartig klingen, weil das Leben an sich ja aus unendlich vielen emotionalen Momenten besteht und nicht nur aus einem Anfang und einem Ende. Dazwischen sind mal mehr oder weniger Kapitel, die wir füllen. Bei einem „reicht“ es gerade mal für ne Kurzgeschichte und der andere füllt die Fortsetzung der Buddenbrooks.

Comments closed

Pinky & Brain

Ist euch schon mal aufgefallen, dass zumeist, egal ob in beruflichen oder privaten Allianzen, es ein „schräges“ Ungleichgewicht gibt – wahlweise in der Optik oder im – nun, wie sage ich das nun vorsichtig? Im „Schüsselchen“ gibt. Und ich erlaube mir keinesfalls fest zu verankern, wer nun der optische oder mentale Glanzpunkt dieses famosen Duos ist. Sogar in Filme, Comics und Märchen treibt dieses doppelte Lottchen seit jeher sein „Unwesen“. Ihr glaubt mir nicht? Hier einige bekanntere Beispiele: Batman & Robin, Sherlock & Watson, Laurel & Hardy, Kermit & Miss Piggy, Fred & Wilma, um nur wenige zu nennen.

Comments closed