Es ist so ne schräge Sache, dass wir immer vor die Wahl gestellt werden. Und die Möglichkeiten scheinen unendlich. Bereits der anscheinend einfache Wunsch nach einem Kaffee, bringt zahllose Entscheidungen mit sich. Als gut geschulter Kunde, bin ich schon auf die Fragen eingestellt und bestelle gleich fachlich korrekt beim Barista meiner Wahl: „Medium sized iced vanilla Latte, vollfette Milch, vollfettes Schlagobers, zum hier trinken und mein Name ist Claudia!“ Bäm! Richtig gemacht. Soweit, so einfach. Aber oftmals scheinen die Optionen geschmacklich nicht so zu passen. Zumindest mir nicht. Um beruflich erfolgreich und professionell zu wirken, jap, hab ich genau richtig formuliert, ich wiederhole: „zu wirken“, scheint es notwendig, seriösere Kleidung überzuwerfen. In meinem Fall, also als Frau würde das dann wohl ein Kleid oder ein Rock bedeuten in gedämpften Tönen, knielang (auf jeden Fall). Hoodie und Boyfriends Jeans, scheiden aus. Letztere Kleidungswahl wird Großteils nur akzeptiert, wenn man Mark Zuckerberg heißt, oder über derartige spezielle Qualifikationen verfügt, die unabdingbar sind, gebraucht werden, dann sieht man gnädiger weise auch über Shirts hinweg, die vor 15 Jahren auf Mallorca im Sauf-Urlaub gekauft wurden. In anderen Worten herrscht solange Konformität, bis du es dir leisten kannst ungewöhnlich auszusehen. Ich werde also vor die berühmt-berüchtigte Wahl gestellt, die lautet „Entweder-oder“. Als ob es dann gut wäre schmunzel 🙂
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Das Leben und unsere Geschichten sind gezimmert aus Emotionen. Manche davon sind schön und manche schöner, oder so. Na-ja ich struggle auch immer wieder das gute auch in der Trauer zu finden oder im Ärger. Und genauso geht es mir mit heutiger Geschichte: Als ich heute früh in den Stall fuhr, sah ich am angrenzenden Feldweg ein Rehkitz liegen. Soweit ist das auch nichts ungewöhnlich, manchmal ist das so. Ich wollte schon weiterfahren, aber mein Gefühl lies es nicht zu. Irgendwie machte ich mir Sorgen und so beschloss ich umzudrehen und zu checken, ob es dem Kitz gut geht. Ich drehte also um und fuhr den Feldweg langsam zurück, ca. 50 Meter vor dem kleinen Reh blieb ich mit dem Auto stehen, damit ich es nicht schrecke und ging zu Fuß weiter. Je näher ich kam, desto bewusster wurde mir, dass es sich nicht ausruht, sondern das es wohl verletzt ist, also rief ich kurzerhand die Polizei. Mir ist bewusst, dass bei mir zu Hause eigentlich die Jäger zuständig sind, nur kenne ich keinen, also hoffte ich auf die Polizei. By the way, die sind super lieb. Er versicherte mir, dass Hilfe am Weg ist. Ich ging aber nicht. Ich setzte mich ca. 3 Meter entfernt zu dem Rehkitz und sprach mit ihm, sagte ihm, dass ich Hilfe geholt habe und das alles gut wird, obgleich ich wusste, das das nicht stimmt.
Comments closedEs wäre doch alles so einfach, oder? Wäre da nicht der Andere. Zumindest sagen wir das sehr oft. Das was es herausfordernd macht, sind ja nicht wir selbst, sondern der jeweils Gegenüberliegende oder unser Mitspieler. Wir selbst kehren zwar gerne, aber nicht vor der eigenen Türe. Und das Lustige ist, dass wir diesbezüglich im Zuge des Älterwerdens Null ändern. Im Kindergarten, wenn wir ermahnt werden, dass wir was falsch gemacht haben, schauen wir verdattert und … schieben alles auf den Anderen. Wenn das nicht hilft, helfen sicher noch die einen oder anderen lange trainierten Machtspielchen. Wenn wir klein sind ist uns das gar nicht so bewusst und wahrscheinlich vielen auch nicht, wenn sie älter sind. Als 4 oder 5jährige stampfen wir mit den Füssen auf, schauen grimmig und schreien laut: „Wenn Du das machst, sind wir keine Freude mehr!“ Oder: „Dann hab ich Dich nicht mehr lieb!“ Als Erwachsener (lustig wie absolut nicht passend das Wort in diesem Zusammenhang ist), aber als Erwachsener sagen wir: „Dann verlasse ich Dich.“ Oder: „Dann kündige ich!“ Der große Unterschied ist, bei Kindern dauern diese Emotionswellen zumeist ca. 90 Sekunden, dann ist wieder alles gut und komplett anders. Wir als, viel älter und viel weiter gereist, verharren in der Emotion und hängen weiter dran und drin. Stundenlang, Wochenlang, je nachdem.
Comments closedHabt ihr schon mal darüber nachgedacht, was ihr tun würdet, wenn ihr nichts fürchten müsstet? Wenn ihr keine Angst hättet, welches Projekt würdet ihr starten? Welche Idee schwirrt da schon gefühlt ewig in Eurem Kopf herum? Wenn da keine Befürchtungen wären, ob ihr scheitert, was würdet ihr tun? Ich finde das ne ganz schön spannende Frage. Nun, I am always in my head, alsooooo, ist das ne Frage, die mich ne Zeit beschäftigt. Ich weiß na nicht wie es bei Euch ist, aber ich finde oder fand es schon mal herausfordernd, diese aufpoppenden „wenn´s“ und „aber´s“ wegzuschalten und mich dem zuzuwenden, was dahinter steht. Gar nicht leicht, oder? Da gibt es ja diesen Spruch, den ich vor Jahren fand, keine Ahnung von wem er ist: „Everything you want, is on the other side of fear!“. He, he! Ist doch so. Wie viele Dinge tun wir nicht, weil wir Angst haben zu scheitern? Angst haben vor dem Ergebnis? Angst haben vor den Meinungen und Rückmeldungen? Angst vor, naja ist ja nichts anders – vor dem Unbekannten?
Comments closedEs ist doch etwas ganz, ganz lustiges mit unserem „menscheln“. Wir sind schon alle spannende Wesen, die voller emotionaler Spezialeffekte sind. Ein Teil davon ist unfassbar „hilfreich“ wie ich immer sage und der andere Teil, nun ja sagen wir so, so wie Fehlkäufe. Gehören irgendwie dazu, aber so richtig weiß man nichts mit ihnen anzufangen und dann hängen sie zu Hause im Schrank und geben uns ein unangenehmes Gefühl. Einer dieser „Spezialeffekte“, ist wohl, dass wir selten wirklich zufrieden sind. Wir wünschen uns die Seele wund, träumen und „sehensüchteln“ und kaum ist es unser – „der Schatz“ da – alles wonach wir uns verzehrten, dann na-ja dann geht’s rund. Wir hadern, zweifeln, haben Angst, unser Kopf fährt Achterbahn und fragen uns, ob das wohl die beste Entscheidung war? War das eine gute Idee? Wir suchen förmlich das Haar in der Suppe. Und tata, wir finden es! Muss ja so sein. Und haben wir es, dann wird es zerpflückt in Einzelteile. Fast wie ein Drogendetektor, wir zerlegen es 1000male, drehen es rum, spucken es aus und stecken es wieder in den Mund für die nächste Runde. Kurz gesagt: We screw up!“
Comments closedSeit Jahren mache ich mir so meine Gedanken, wie und warum Personalauswahl angeblich so funktioniert wie es gelebt wird, also zumeist mangelhaft. Österreich hat eine vergleichsweise hohe Fluktationsrate und schaut man in andere Länder, wird relativ schnell klar, dass wir hierzulande auch wenig im Angebot haben, was langfristig ver-(bindent) wirkt.
Da ist aber mehr. Aufnahmeverfahren, Vorstellungsgespräche, welche sinnbefreit sind, schlecht geschulte Mitarbeiter_innen, falsche Besetzungen, zu wenig Freiheit in den Entscheidungen, wenig kreativer Zugang, zu wenig über den Teller schauen, wenig Kritikfähigkeit, wenig Marktverständnis, mangelnde Reflektionsfähigkeit, Borniertheit um nur einige zu nennen. Wie heißt es so schön: „Wer macht, was er immer macht, bekommt auch immer die gleichen Ergebnisse!“ TRUE!
Comments closedDie vergangenen Wochen, habe ich mich viel in den sozialen Medien „herumgetrieben“, nennen wir das mal so ;-). Warum? Es hat mich interessiert, was wie und von wem veröffentlicht wird. Zu welchen Themen es Inhalte gibt, wie andere Menschen darauf reagieren und wie es mir dabei geht? Außerdem bin ich für mich persönlich noch immer dabei herauszufinden, welche Inhalte ich von mir „preisgeben“ bzw. veröffentlichen möchte. Dazu möchte ich ergänzen, dass ich hier wirklich jungfräulich bin, bis vor einigen Wochen, gab es so gut wie gar keine Fotos von mir im www. Außer mal ein Fuß oder auf diversen Pressefotos, wo ich es kaum verhindern konnte. Und nach Wochen der Recherche und sicherlich die eine oder andere Dioprienstärke mehr auf meinen Augen, kann ich zwei Dinge schon mal festhalten: a) ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum diese Medien über den Kamm abgelehnt oder oftmals schlechtgeredet werden und b) für mich war und ist es täglich noch immer eine sehr spannende Angelegenheit.
Comments closedWie wichtig ist es Euch, einen Vorgesetzten (oder natürlich auch eine Vorgesetzte) zu haben, die mit gutem Beispiel glänzt? Die, die Firmenwerte vorleben? Die in ihren Handlungen sehen lassen, was in den Hochglanzbroschüren abgedruckt ist? Wie immer fängt der Hase bei mir viel früher zu hüpfen an – muss ja so sein, oder? Ich hadere ja seit jeher mit dem Wort „Führung bzw. Führungskraft“. Ich mag bitte nicht geführt werden. Ich bin alt genug, um auf die Toilette zu gehen und auch sonst kompetent mich alleine zu bewegen. Aber bitte, so heißt es halt das Wort. Für mich ist es sehr wichtig, aber nicht nur, weil ich es persönlich von einer Führungskraft erhoffe, sondern generell von Menschen. Wie heißte es so schön: „Wein predigen und Wasser trinken!“
Comments closedIch möchte heute gerne mal über Gott sprechen. Ja, richtig gelesen, über Gott. Für alle die ab und an, oder ganz häufig in meinem Blog lesen, die wissen, dass ich grundsätzlich eher so eine spirituelle Wackelkandidatin bin. Persönlich hinterfrage ich gerne und viel, klassische Overthinkerin eben. Und nur damit mich hier niemand missversteht / ich finde keinen Glaubensansatz da draußen komisch oder werde Menschen vorschreiben woran oder wie sie zu glauben haben. Ich halte GLAUBEN grundsätzlich für total wichtig. Es ist wichtig zu glauben, woran auch immer. Ähnlich wie bei anderen Themen, ist mir ausschließlich wichtig, dass damit niemand anderer verletzt wird. Ja klar, Glaube an sich, hat viel damit zu tun, auf etwas zu vertrauen, was kaum greifbar ist, noch weniger wahrscheinlich wissenschaftlich zu erklären. Was aber für mich total unwesentlich ist. Ich brauche keinen Beweis, um glauben zu können, es geht für mich vielmehr um ein Gefühl. Und das habe ich, oder eben nicht. Es geht um Vertrauen, dass da draußen etwas viel größer, allumfassender und mächtiger ist, als ich, als wir.
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