Irgendwann kommt offenbar der Moment, an dem alte Selbstbeschreibungen nicht falsch sind, aber auch nicht mehr ganz stimmig. Ein bisschen wie eine Lieblingsjacke, die immer noch passt, nur irgendwie nicht mehr zu allem, was inzwischen dazugehört. Außerdem kneift sie dort und da. Weshalb auch hier eine neue, überarbeitete Version meinereiner ins Licht rückt.
Hauptberuflich Mensch. Die Vollzeit-Empathin, klassische Overthinkerin, spirituelle Wackelkandidatin und nächtliche Wollsockenträgerin gibt es natürlich noch. Emotionen werden bei mir nach wie vor nicht in Probiergrößen ausgeliefert. Und wenn ich mich freue, dann noch immer so, dass es auch der Nachbartisch mitbekommt. Und wenn mich etwas ärgert, übernimmt der innere Wutzwerg immer noch zuverlässigst die Frühschicht. Nur ist da inzwischen etwas mehr Ruhe zwischen all den Ausrufezeichen eingezogen. Nicht immer freiwillig und sicher nicht flächendeckend, aber immerhin. Wer mutig sein möchte, verwendet an dieser Stelle gerne den Satz mit dem „Alter“.
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