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Category: by cpure ©

the eggs always stay.

Ich kannte mal jemanden, der die Devise hatte, dass es in jeder Beziehung (beruflich oder privat) einen Schinken und ein Ei gibt. Der Schinken soll in der Beziehung derjenige sein, der immer gibt. Also der, der sein emotionales Fett abgibt und es großzügigst teilt. Und dann gibt es noch das Ei, sozusagen den „Mitlieger in der Pfanne“, den „Brutzel-Beteiligten“, der einfach so rumhängt und vom fetten, gebenden Schinken profitiert.

Das löst wieder mal einiges in meinem kleinen, hübschen Kopf aus: Erst mal, wer ist wer? Ist das dann für immer so oder wechselt das, also bin ich mal der Schinken und ein anderes Mal das Ei? Ist es eine Art postmodernes Rollenspiel oder mehr Impro-Theater? Entscheide ich mich einmalig fix und für alle Zeiten für das „Team Schinken“ oder eben „Team Ei“? Wo und vor allem wann registriere ich mich für die eine oder andere sehr spezielle Richtung? Macht man sich das gar vorher aus und spricht das instantly an? „Hey Du, ich sag’s Dir gleich direkt, ich bin ja eher so das Ei in der Beziehung!“ Und der andere dann: „Och nee, schade, ich suche für meine neue Lebensphase ja eher ’nen Schinken.“ Wäre das hilfreich?

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the holy grail.

Ich denke seit jeher, dass unser Leben super ähnlich wie das Gesellschaftsspiel Monopoly aufgebaut ist. Ja, nicht gleich lachen. Ich erkläre kurz meine treffende Sichtweise: Also erstens ist es dieses unaufhörliche Gehen über LOS. In der einen oder anderen Form geht es immer darum, wieder ne anzufangen. Sei es in einer neuen Schule, später in einem neuen Job, in neuen Rollen oder auch privat natürlich in neuen Beziehungen. Das gehört zur Entwicklung dazu. Keine Lern- oder Entwicklungskurve ist ausschließlich linear aufgebaut, bei niemandem, zumindest habe ich noch niemanden kennengelernt, bis dato wie gesagt.

Zum anderen – und das ist wirklich Marketing @itsbest. Monopoly setzt sich, soweit ich weiß, zusammen aus zwei Wörtern: mono = allein, einzig & polein = verkaufen. Und das ist ja auch so ne Sache, die wir seit jeher mitbekommen. Also es immer nur noch diese eine Sache. Diese eine Sache, die nötig ist, die wir tun, kaufen, sagen, machen oder unterlassen sollen, bevor sich das Türchen öffnet, hinter dem wir das ganz große Glück vermuten. Egal ob es Erfolg, Anerkennung, Geld, Ruhm oder Reichtum ist oder whatever wir uns erträumen. Immer nur genau noch diese 1 Sache die nötig ist.

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the unseen footage.

Ich kann mich erinnern: Als ich klein war, gab es noch diese Filmspulen, welche man in ein mega großes Gerät einlegen konnte. Vom Ton hat man nicht mehr allzu viel gehört, denn da war dieses super laute Tackern beim Fortbewegen der Spule und dieser eigenartige Geruch, der entstand, weil das Gerät gekühlt wurde.

Die Menschen und Szenen in den Aufnahmen hatten fast etwas Roboterhaftes, da die Technik noch recht ausgefeilt war. Aber immerhin sah man sich in den Kameraaufnahmen, verfolgte aufmerksam vorher so festgehaltene wichtige Erlebnisse. Damals wie heute fühlte, man sich instantly wieder genau dort, genau dann. Fühlte was man damals fühlte. Fast immer glückliche Momente. Ich bin mir fast sicher, dass auch heute noch in einigen Kellern oder auf einigen Dachböden diese Filmspulen herumliegen, ungesehen und vergessen, die damals so wichtig schien.

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from Vienna to Graz at 80 buzzwords an hour.

Für mich fühlen sich Business-Gespräche oft an wie früher Mathe-Klausuren. Konkret, Textbeispiele, in denen ein Zug um 8 Uhr mit 80 km/h von Wien nach Graz fährt. In dem Zusammenhang muss wohl „Ich verstehe nur Bahnhof“ entstanden sein. Mein Zug ist jetzt seit 30 Jahren unterwegs. Keine Ahnung, wo der jetzt ist und die Frage des Tages: „Wie schnell der unterwegs war oder ist?“ In jedem Fall rollt er unaufhörlich durch unsere Gespräche, E-Mails, Vorträge, Seminare, Beiträge und Trainings tagtäglich mit einem Affentempo durch.

Und ja, ich verstehe die Wörter und wo sie „wegfahren“. Was ich aber bis heute nicht verstehe, ist, warum diese unterwegs offenbar noch einmal gestärkt, gebügelt und auf Hochglanz poliert werden, bevor sie den Sprachtunnel verlassen. Ich möchte die Inhalte & deren Wichtigkeit keinesfalls schmälern, aber an welcher Haltestelle ist das Szenario zu einem „Moment, meine Fachkompetenz und mein jahrzehntelanger Erfahrungsinput fehlen hier noch“ geworden? Oder, um es mit meinen Worten zu sagen: An welcher Stelle ist der Zug eigentlich falsch abgebogen? Wann musste jedes einzelne Wort, das wir in unserem „Professional Environment“ verwenden einen Masterabschluss, drei Referenzen und vier Jahre nachweisbare Praxis vorweisen, bevor es den Status „proofed“ und ein blaues Häkchen bekommt?

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just a piece not the cake

Ich habe euch lange nicht mehr mitgenommen auf einer meiner Pippi-Ausflüge. Auch sie braucht ihre Zeit, um zu regenerieren, sich neu aufzuladen, mit der stillen Gewissheit, dass die nächste große Reise, vielleicht ja sogar ihre wichtigste, bereits vor der Türe steht, die Klingel fest im Blick. Nun, heute ist es wieder mal so weit.

Kennt ihr das? Es gibt so Gespräche, Aussagen, Sätze oder Wörter, die sich bei uns ins Nervensystem brennen. Aber nicht auf die kuschlige Art und Weise, sondern eher auf die ne Stelle, die nicht aufhört zu jucken. Ich hatte so ein Gespräch. Ein Satz, der feststeckt wie so ein superstaubiges Knäckebrot. Der Satz: „Wir arbeiten in zwei unterschiedlichen Systemen!“ welcher Einzug gefunden hat. Da musste Pippi erst einmal innehalten und ihren inneren Herrn Nilsson erstmal eingehend befragen. Eh die superlustige, affige Seite in mir und net die, die sich wie eine Jalousie zusammenraffte.

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undeniable

Wir haben immerhin fünf Wahrnehmungskanäle: das Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen. Und wir sind so fixiert darauf, unsere Welt über diese Kanäle in uns aufzunehmen. Da bin ich nicht anders. Ich war immer der Meinung, dass ich die für mich „richtigen“ Dinge, Menschen, Jobs… schon erkenne, schon sehe, wenn sie vor meiner Nase stehen und ich sie anstarre. Manch einer hätte jetzt vielleicht ähnlich begonnen und geschlossen mit: „Ich höre es schon.“ Bei mir war es immer das SEHEN. Nicht nur, weil ich ja ein kluges und superkopflastiges Mädchen bin, sondern weil es ja auch der VAKOG-Test bestätigt hatte. Gut, jetzt muss man dazu sagen, dass das SEHEN noch immer der meistverbreitete (statistisch gesehen) ist. Jeder hat ja oft so ein Gefühl, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Bei mir ist es (so sagt der Test) nun mal SEHEN und FÜHLEN. Mit HÖREN habe ich es nicht so – upsi – by the way.

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follow the yellow brick road

Eines meiner absoluten Lieblingsmärchen ist die Geschichte vom „Zauberer von Oz“. Großes „L“ für Liebe! Kennt ihr die Geschichte? Es geht um ein Mädchen namens Dorothy, die zusammen mit ihrem Hund Toto durch einen Tornado nach Oz gelangt – einem magischen Ort, der bunt und aufregend ist, aber auch seine eigenen skurrilen Eigenheiten hat.

Dorothy möchte nur eines: nach Hause zurückkehren. Um ihr Ziel zu erreichen, macht sie sich auf den Weg zum Zauberer von Oz, der angeblich all ihre Wünsche erfüllen kann. Sie erhält von der guten Hexe des Nordens (Norden wie „Neustart“) ein Paar rote Glitzerschuhe, die ihr helfen sollen, den Weg zu finden. Auf ihrem Weg, den gelben Ziegelweg entlang, trifft sie auf ein sehr lustiges Trio: eine Vogelscheuche ohne Hirn, einen Blechmann ohne Herz und einen feigen Löwen.

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perfect

Keiner von uns ist perfekt, wir alle haben unsere ganz eigenen Spezialeffekte und unser eigenes Kofferchaos, das uns immer begleitet. Davon mal abgesehen gibt es aber Dinge, die einzeln gesehen vielleicht nicht perfekt sind, aber die perfekt zueinander passen und zusammengehören: Salz & Pfeffer, Yin & Yang, Susi & Strolchi, Kaffee & Kuchen, Sonne & Strand, Speck & Ei. Ob jedes einzelne dieser famosen Duos immer schon gewusst hat, dass sie zusammengehören? Ob es wohl von Anfang an klar war für die beiden? Zusammengesehen sind sie in jedem Fall dieses unaufhaltsame Zweiergespann. Nur zusammen starten sie so richtig durch. Nur im Gespann ergeben sie Sinn und sind unzertrennlich.

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age-appropriate

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Ärzte hier bei mir in der Region und ich nicht auf sooo runden Füßen stehen. Mag es daran liegen, dass die Zehen der ortsansässigen Aborigines anders aussehen oder ich den Zugang der Kommunikation nicht ganz deuten kann, aber da ist der Wurm drinnen. Warum? Ich erzähle es euch.

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