Ich kannte mal jemanden, der die Devise hatte, dass es in jeder Beziehung (beruflich oder privat) einen Schinken und ein Ei gibt. Der Schinken soll in der Beziehung derjenige sein, der immer gibt. Also der, der sein emotionales Fett abgibt und es großzügigst teilt. Und dann gibt es noch das Ei, sozusagen den „Mitlieger in der Pfanne“, den „Brutzel-Beteiligten“, der einfach so rumhängt und vom fetten, gebenden Schinken profitiert.
Das löst wieder mal einiges in meinem kleinen, hübschen Kopf aus: Erst mal, wer ist wer? Ist das dann für immer so oder wechselt das, also bin ich mal der Schinken und ein anderes Mal das Ei? Ist es eine Art postmodernes Rollenspiel oder mehr Impro-Theater? Entscheide ich mich einmalig fix und für alle Zeiten für das „Team Schinken“ oder eben „Team Ei“? Wo und vor allem wann registriere ich mich für die eine oder andere sehr spezielle Richtung? Macht man sich das gar vorher aus und spricht das instantly an? „Hey Du, ich sag’s Dir gleich direkt, ich bin ja eher so das Ei in der Beziehung!“ Und der andere dann: „Och nee, schade, ich suche für meine neue Lebensphase ja eher ’nen Schinken.“ Wäre das hilfreich?
Comments closed